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Umwelt schonen, Mobilität stärken:

Unsere Region vedient ehrgeizige Ziele für die Energiewende

Das Thema geht uns alle an, global, aber vor allem lokal: Der Schutz unserer Umwelt und die Bewältigung der negativen Folgen des Klimawandels werden zentrale Herausforderungen in unserer Region sein. Wir wissen alle: Wenn wir zum Beispiel sparsam mit Energie und Wasser umgehen, unser Auto öfter in der Garage lassen und mit dem Rad fahren, dann leisten wir einen wichtigen Beitrag für unser Klima. Schon längst haben wir damit angefangen.

Zum Beispiel:
• Klimafrühling Oberland
• Stadtradeln
• Bike und Isar-Loisach-Radl-Taxi
• „DaLenggriesaAcker“ und „DaTölzaKrautgarten“
• Car-Sharing
• Klimafrühstück in der Südschule Bad Tölz
• Hackschnitzel für Tölzer Schulen
• Solarpotenzialkataster

Wir gehen unseren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz nicht in einem großen Rundum-Befreiungsschlag an, der alles sofort besser macht. Den gibt es nicht! So ein Ansatz ist zu einfach und geht völlig an der Lebenswirklichkeit vorbei. Die Wende schaffen wir nur in einer Vielzahl von einzelnen Aktionen, die alle ineinandergreifen. Ja, es gilt, auf manches Gewohnte zu verzichten, sich umzustellen, achtsam zu sein und Neues zu wagen! Aber nur ohne erhobenen Zeigefinger, statt dessen mit etwas Nachdenken, eigener Einsicht und persönlichem Engagement.


Näheres zu den Aktionen:
► Klimafrühling Oberland: Unter dem Motto „Gemeinsam. Verantwortung. Hier!“ fand 2018 erstmals der „Klimafrühling Oberland“ statt ‒ in Zusammenarbeit mit dem Nachbarlandkreis Garmisch-Partenkirchen. Rund 80 Vorträge, Exkursionen, Workshops und Filmvorführungen zeigten, wie Klimaschutz funktionieren kann. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und fand 2019 wieder statt, mit noch mehr Angeboten und Programm.

► Stadtradeln: Rauf aufs Rad und möglichst viele Kilometer strampeln ‒ darum geht‘s bei der deutschlandweiten Kampagne „Stadtradeln“, an der sich seit 2018 auch unser Landkreis beteiligt. Mit diesem Wettbewerb möchten wir ein Zeichen für Klimaschutz und emissionsfreie Fortbewegung setzen. Das gelingt uns dank fahrradbegeisterter Bürgerinnen und Bürger immer mehr. 2019 haben schon 81 Radler und 63 Teams mitgemacht. Mit ihren 150.033 gefahrenen Kilometern haben sie 21 Tonnen CO2-vermieden ‒ ein Ergebnis, das mich stolz macht. Ich selbst bin seit meiner Jugend leidenschaftlicher Radfahrer. Die Aktion zeigt mir, dass ich nicht alleine bin, wenn es darum geht, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen und unser Klima nachhaltig zu schützen.

► Bike und Isar-Loisach-Radl-Taxi: Auf umweltfreundliche Alternativen zum Auto im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen setzen zwei engagierte Bürger. Andreas Buchner vom Umwelt-Referat des Landratsamtes pendelt seit einigen Monaten mit dem E-Bike von Benediktbeuern nach Bad Tölz – der Umwelt zuliebe, sagt er. Außerdem komme er entspannter an, umfährt mögliche Staus und genießt die Zeit in der Natur. Schon irgendwie zum Bahnhofsbild an der Endstation der S7 in Wolfratshausen gehört Wolfgang Wirkert: Unverkennbar ist seine silbergraue Rikscha, mit der er dort auf Fahrgäste wartet. Zu seinem Stammkunden zählen vor allem Senioren, die seine Dienste schätzen und sein Gefährt, bekannt als Isar-Loisach-Radl-Taxi, für Arztfahrten oder Einkaufstouren in Anspruch nehmen.

► „DaLenggriesaAcker“ und „DaTölzaKrautgarten“: Miteinander garteln und dazu einen Beitrag zu nachhaltigem Klimaschutz leisten, dafür sind die „Gemeinschaftsäcker“ in Lenggries und Bad Tölz wahre Paradebeispiele. Es funktioniert ganz einfach: Menschen, die Wert auf die Versorgung mit regionalen Produkten legen, pachten eine Fläche, auf der sie alles anpflanzen, was ihr Gemüseherz begehrt ‒ ohne Müll, Kunstdünger und Gift. Im Gegenzug stellt der Landwirt, dem die Fläche gehört, Maschinen und Gartengeräte zur Verfügung. Es macht Freude, den Erfolg beim Ernten und Weiterverarbeiten der eigenen, gesunden Lebensmittel sehen und vor allem schmecken zu können.

► Car-Sharing: Seit 2016 wird im Landkreis das „Auto teilen“ betrieben und erfährt steigende Beliebtheit. Sowohl Einheimische als auch Gäste mieten sich immer häufiger bei den Tölzer Stadtwerken ein E-Fahrzeug. Car-Sharing schont nicht nur die Umwelt, sondern schafft auch eine Möglichkeit, bestehende Lücken im ÖPNV sinnvoll zu schließen.

► Klimafrühstück in der Südschule Bad Tölz: Das ist ein ganz besonderes Projekt, das ich im Rahmen der Maßnahme „Bildung im Klimaschutzkontext“ im Namen des Landkreises unterstütze. Im morgendlichen Klimafrühstück an der Bad Tölzer Südschule werden schon die Kleinsten spielerisch an eine nachhaltige Lebensweise herangeführt und lernen ganz nebenbei etwas über Treibhauseffekt und Umweltschutz.

► Hackschnitzel für Tölzer Schulen: Apropos Schulen: Bislang ist es uns gelungen, alle landkreiseigenen Schulen am Schulzentrum Bad Tölz mithilfe eines Biomasse- bzw. Hackschnitzel-Heizkraftwerks mit Nahwärmenetz zu versorgen. Doch das reicht mir noch lange nicht: Bis 2035 möchte ich, dass die Energieversorgung vollständig aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt wird – nach dem Motto „Wärme aus der Region für die Region“ wegkommen von fossilen Energieträgern und Atomenergie.

► Solarpotenzialkataster: Im Internet findet man unter www.solarkataster-toelz.de ein wichtiges Instrument im Hinblick auf die Nutzung erneuerbarer Energien. Nach wenigen Klicks kann man sehen, ob sich das Dach Ihres Hauses für eine Photovoltaikanlage eignet und ob es sich für Sie auch rechnet, die Kraft der Sonne zu nutzen. Schauen Sie einfach mal vorbei!